Facebook, 01.11.2016
https://www.facebook.com/simon.faber.9/posts/1349823061695640
Denkst du manchmal an das Ende?
In den letzten Stunden, wenn Wasser die Lungen füllt, Tropfen für Tropfen? Wenn der Schmerz in Atem, Händen, Gliedern liegt. Wenn sich grauer Nebel zwischen dich und die Welt schiebt? Weiße Gestalten, die um dein Bett herumtanzen, eine Sprache sprechend, die du schon lange nicht mehr verstehst. Und jeder Atemzug ist schlimmer als der letzte und vielleicht wird das Summen der Geräte das Einzige sein, was du am Schluss noch hörst.
Jetzt gleitet dein Blick zur Uhr. Wie lange noch, bis du in dieses kleine Zimmer kommst? Vierzig Jahre? Fünfzig? Das sind ... vielleicht 550 Monate? Ein paar tausend Tage? Noch zwanzig mal so viele Stunden?
Da.
Wieder eine weg.
War sie es wert? Hast du sie genutzt? Das Beste aus ihr gemacht? Wie bemessen? War deine Arbeit darin wichtig genug? Deine Gedanken profund genug? Deine Unterhaltung bedeutsam genug? Hast du genug Haut berührt, genug Schönheit bewundert, genug Geistesblitze gelesen?
Wird der Mann, der einmal in diesem kleinen Zimmer liegen wird, diese Stunde akzeptieren?
Aber wenn ein jedes Leben aus sich selbst heraus wertvoll sein soll, dann muss das auch für jede Stunde darin gelten. Jede verschwendete Minute, jeder vertrödelte Augenblick. Eine Nacht im Theater und eine vor dem Fernseher. Ein Nachmittag am Strand und einer auf der Autobahn. Eine Nacht im Bett und eine Nacht ... auch im Bett.
Es hilft nichts - ein Leben kann nicht um eines Zieles willen gelebt werden. Es gibt keine Punkte. Das Ende muss für sich selbst stehen.
Und darum lese ich nun den ganzen Vormittag Listen im Internet und esse billige Lebkuchen.
https://www.facebook.com/simon.faber.9/posts/1349823061695640
Denkst du manchmal an das Ende?
In den letzten Stunden, wenn Wasser die Lungen füllt, Tropfen für Tropfen? Wenn der Schmerz in Atem, Händen, Gliedern liegt. Wenn sich grauer Nebel zwischen dich und die Welt schiebt? Weiße Gestalten, die um dein Bett herumtanzen, eine Sprache sprechend, die du schon lange nicht mehr verstehst. Und jeder Atemzug ist schlimmer als der letzte und vielleicht wird das Summen der Geräte das Einzige sein, was du am Schluss noch hörst.
Jetzt gleitet dein Blick zur Uhr. Wie lange noch, bis du in dieses kleine Zimmer kommst? Vierzig Jahre? Fünfzig? Das sind ... vielleicht 550 Monate? Ein paar tausend Tage? Noch zwanzig mal so viele Stunden?
Da.
Wieder eine weg.
War sie es wert? Hast du sie genutzt? Das Beste aus ihr gemacht? Wie bemessen? War deine Arbeit darin wichtig genug? Deine Gedanken profund genug? Deine Unterhaltung bedeutsam genug? Hast du genug Haut berührt, genug Schönheit bewundert, genug Geistesblitze gelesen?
Wird der Mann, der einmal in diesem kleinen Zimmer liegen wird, diese Stunde akzeptieren?
Aber wenn ein jedes Leben aus sich selbst heraus wertvoll sein soll, dann muss das auch für jede Stunde darin gelten. Jede verschwendete Minute, jeder vertrödelte Augenblick. Eine Nacht im Theater und eine vor dem Fernseher. Ein Nachmittag am Strand und einer auf der Autobahn. Eine Nacht im Bett und eine Nacht ... auch im Bett.
Es hilft nichts - ein Leben kann nicht um eines Zieles willen gelebt werden. Es gibt keine Punkte. Das Ende muss für sich selbst stehen.
Und darum lese ich nun den ganzen Vormittag Listen im Internet und esse billige Lebkuchen.
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