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Projekt Futurum Perfekt 5: Lebenserhaltung

Dieses hier nur ein kleiner Post, in dem ich eine Sache unterbringe, die keinen rechten Platz zu haben scheint, Essentiell für das Spiel, aber schwierig zu kategorisieren. 

Zustand
Die allgemeine Eigenschaft Zustand ist die spieltechnische Repräsentation der momentanen physischen Verfassung des Charakters. Er ist eine Abstraktion für eine ganze Sammlung verschiedener körperlicher Eigenschaften wie etwa Kraftverlust, Ermüdung, kleinere Verletzungen und dergleichen mehr.
Beziehungsweise deren Fehlen - je mehr Zustand, desto näher ist ein Charakter an seiner absoluten Leistungsspitze.
Der Zustand beschreibt nicht ernsthafte Verletzungen - dafür ist die Verkrüppelung-Regel gedacht.
Der maximale Zustand eines Charakters entspricht einem Wert von zwanzig Punkten plus seinem In Corpore Sane - Wert.
Zustand kann ein Charakter auf zweierlei Arten verlieren.
Im Kampf kann ein Charakter mittels Waffen seinen Gegnern Zustand direkt nehmen - und umgekehrt. Die Mechanismen werden in den Kampfregeln genauer beleuchtet.
Wann immer der Meister der Meinung ist, dass andere Umstände, die nicht auf Aggressionen durch Lebewesen zurückzuführen sind, dem Charakter Schaden zufügen würden, kann er einen einen angemessenen Wert vom Zustand des Charakters abziehen. Dazu ist zu beachten:
- Der Charakter sollte immer die Möglichkeit haben, der Gefahr mit einer passenden Fähigkeitenprobe zumindest teilweise zu entgehen
- Der Charakter sollte immer die Möglichkeit haben die Gefahr vorher zu erkennen.
- Der Schaden sollte angemessen und konsistent mit ähnlichen Gefahrenquellen sein.

Zustand repräsentiert, wie gesagt, nur die momentane Verfassung des Charakters, keine langfristigen Probleme. Daher gilt:
- Ein Charakter, der Zustand verliert, erhält dadurch erst einmal keine Einbussen. Erst wenn der Wert auf Null sinkt, bricht der Charakter vor Anstrengung zusammen und ist zu keine kohärenten Handlung imstande.
- Zustand regeneriert sich automatisch mit mindestens einem Punkt pro Stunde. Ruht sich der Charakter aus, dann sind es bis zu drei Punkte, je nach Umständen. Eine Nacht erholsamen, normalen Schlafes regeneriert den Zustandswert vollständig. Darüber hinaus gibt es natürlich noch andere Mittel, wie etwa medizinische Versorgung, Drogen, moralischen Ansporn oder Elektroschocks.


Verkrüppelung
Um die Auswirkungen tiefergreifender Verletzungen zu repräsentieren, gibt es die Verkrüppelungs - Regel. Eine Verkrüppelung tritt unter folgenden Umständen ein:
- Wenn der Charakter im Kampf von einer verkrüppelnden Attacke getroffen wurde.
- Wenn der Charakter mit einem Schlag mehr Zustandspunkte verliert, als er In Corpore Sane besitzt und ihm keine Fähigkeitenprobe darauf gelingt.
- Wenn dem Charakter aus einer vom Meister bestimmten Umweltquelle verkrüppelnder Schaden zugefügt wird. Hierfür gelten die selben Regeln wie für Zustandsschaden.

Wurde der Charakter verkrüppelt, dann hat er eine Verletzung erlitten, die keine noch so lange dauernde Erholung einfach so heilen könnte. Dadurch sinkt eine Fähigkeit des Charakters um zwei Punkte. Um die Fähigkeit zu ermitteln, wird mit 2W6 auf folgender Tabelle gewürfelt:

2 - 3: Kopftreffer. Die Kephalogos - Fähigkeit sinkt
4 - 8: Körpertreffer. Die  In Corpore Sane - Fähigkeit geht runter
9- 11: Extremitäten verletzt. Der Charakter verliert zwei Punkte von seiner Herumgefrikkel - Fähigkeit.
12: Die Sozialdrüse ist schwer angeschlagen. Der Charakter leidet in seiner Sozialismus - Fähigkeit.

Da sich alle diese Fähigkeiten immer auch auf die Kampfkraft eines Charakters auswirken (ja, auch das Sozialbewusstsein), leidet die Mord und Totschlag - Fähigkeit jedes Mal mit einem Punkt mit.
Um eine Verkrüppelung zu beheben, ist eine medizinische Behandlung notwendig, die zusätzlich zu anderen Erschwernissen auch noch um die Anzahl der Verkrüppelungen erschwert ist.
Im Kampf können bestimmte Attacken auch gezielt ausgewählte Fähigkeiten verkrüppeln. Ebenso ist das mit Schadensquellen möglich, von denen der Meister annimmt, das sie vernünftigerweise nur auf bestimmte Aspekte des Charakters wirken.

Der Tod.
Der Tod ist etwas, dass einem Charakter in PFP durchaus zustoßen kann. Obwohl es natürlich viele Umstände gibt, unter denen ein Mensch wohl vernünftigerweise nicht mehr weiterleben würde, gibt es regeltechnisch nur zwei Möglichkeiten, wie ein Charakter zu Tode kommen kann.
1. Coup de Grace:
Ist der Charakter in einem Zustand der Hilflosigkeit (kann also keine Fähigkeitenproben mehr sinnvoll durchführen - überhaupt keine), dann kann ein kampffähiges Wesen, dass mit den nötigen Fähigkeiten und Werkzeugen ausgestattet ist, den Charakter mit einem gezielten Angriff auf lebenswichtige Organe sofort ausschalten. Der Charakter, der so unvorsichtig war, sich in eine derart missliche Lage zu bringen, hat jetzt keine Rettungsmöglichkeit mehr.
2. Vaporisieren:
Ein Charakter, der mit einem Schlag seinen gesamten maximalen Zustandswert aus durch beliebige Quelle verliert, ist tot. Eine Quelle, die einen derartigen Schaden verursachen kann, ist immer eine Waffe oder ein Ereignis, von dem man annehmen kann, das kein menschliches Wesen, welches ihr ausgesetzt ist, überleben würde.
I. e. Lawine, Sturz aus dem zwanzigsten Stock, Schiffsgranate auf den Schädel, eine Stunde Vakuum ...
Es kann davon ausgegangen werden, dass der Körper nur noch schwer zuzuordnen sein wird.

So, das ist mein Versuch eines Lebenspunktesystems. Ich mag die Mischung aus ernsthafter Arbeit für einen Heiler und schneller Wiederherstellung der Kampffähigkeit ohne großes Getue. Schwierig nur, möglichst abstrakt alles zu beschreiben. Vielleicht ist es auch ein wenig gar zu sehr allgemeingültig und beschreibend geraten. Wofür es gut ist, sollte ganz ersichtlich sein. 
Viel muss da natürlich noch in den Kampfregeln nachgelegt werden. Bin mir auch nicht sicher, ob ich die sonstigen Schadensquellen nicht noch genauer kodifizieren sollte ... das macht es natürlich fairer. Aber eben auch umfassender. Vielleicht wenigstens einen M.O. für Schadensansagen durch den Meister ...

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