Facebook, 21.02.2015
https://www.facebook.com/notes/simon-faber/gelaune/947552675256016
Es scheint es hat meinen alten Weblog zerschossen. Besser gesagt, eingefroren. Oder ich finde die richtigen Knöpfe einfach nicht mehr. (Das ist beschämend, also wahr.)
Egal.
https://www.facebook.com/notes/simon-faber/gelaune/947552675256016
Es scheint es hat meinen alten Weblog zerschossen. Besser gesagt, eingefroren. Oder ich finde die richtigen Knöpfe einfach nicht mehr. (Das ist beschämend, also wahr.)
Egal.
Mir
ist nach langer Zeit mal wieder nach ... hm ... Skribbeln. (Wie
Kritzeln, nur mit Wörtern. Englischer Wortimport.) Muss also dieser
Notizblock hier herhalten. Als ... Notizblock.
Gut. Worum geht es?
Goutierte ich gestern genüsslich eine gut geschriebene Gazette, da gewahrte ich grässlicher Gedankengängelei. Äh ... also ein Artikel über PID. Gentests. Solche Sachen. Und die alte Leier. "Mensch, sei gewarnt. Wer da testet, der aber treibt auch ab. Wer aber den Fötus mit Gendefekt abtreibt, der sage im Herzen, dass alle mit Trisomie 21 nicht mehr sein sollen."
Solcherart Denke stimmt mich unfroh.
Um also eine Lanze für die Eugenik zu brechen (der Führer wäre stolz) ...
Zum ersten gibt es doch einen Unterschied zwischen den Aussagen "Menschen mit Behinderung sollen akzeptiert werden" und"Behinderung soll akzeptiert werden". Wenn ich die Krankheit loswerden will, ist das nicht gegen den Kranken gerichtet. Oder würden wir denn, wenn einer daherkäme und zum Beispiel die Lahmen gehend und die Blinden sehend machte, denjenigen deswegen gleich kreuzigen ... ah, schlechtes Beispiel.
Aber der Sinn sollte klar sein. Ich liebe mein behindertes Kind nicht weniger, wenn ich mir wünschte, es hätte diese Behinderung nicht.
'Gut gut', sagt der unsichtbare Gegenpart, 'aber hier geht es ja nicht um Heilung, sondern um Selektion.'
'Prävention', antworte ich.
Was ist der Mensch? Beziehungsweise, was ist der Fötus? Wenn wir ihn als Menschen, als vollwertigen Menschen betrachten, dann stellt sich die Frage gar nicht. Unabhängig von der Schwere der Krankheit kann Exekution keine Heilung sein. (Was Euthanasie und das Entscheiden für nicht Entscheidungsfähige angeht ... das ist eine andere Frage.)
Sehen wir in diesem Zellkonglomerat aber keinen Menschen, sondern nur das Potential, ein solcher zu werden, dann ändert sich die Frage. Schließlich, gäbe es ein Recht auf Existenz für den Inexistenten, wäre jeder Schritt auf der Kausalkette gleichermaßen wichtig. ("Wenn Vati und Mutti sich an dem Silvesterabend nicht so verkracht hätten, ja, dann gäbe es mich. Ihr Mörder.")
Also nein, es gibt keinen Anspruch darauf, gezeugt zu werden. Und der potentielle Mensch kann so gestaltet werden, wie wir es für richtig halten. (Was wäre auch die Alternative? Blinder Zufall?) Was uns wieder zur Ausgangsaussage führt. Ich, der ich ein Kind (mehr oder weniger) geplant erschaffe, entscheide mich dagegen, es mit einer Einschränkung zu versehen. Durch recht grobe Methodik, zugegeben, aber das ist ein Fehler der Instrumente, nicht der Ethik dahinter. Mit besserer Technik kommt auch elegantere Prävention.
Also, nicht einmal Grauzone, scheint mir. Und das war mein fröhlicher Karnevalsbeitrag.
Gut. Worum geht es?
Goutierte ich gestern genüsslich eine gut geschriebene Gazette, da gewahrte ich grässlicher Gedankengängelei. Äh ... also ein Artikel über PID. Gentests. Solche Sachen. Und die alte Leier. "Mensch, sei gewarnt. Wer da testet, der aber treibt auch ab. Wer aber den Fötus mit Gendefekt abtreibt, der sage im Herzen, dass alle mit Trisomie 21 nicht mehr sein sollen."
Solcherart Denke stimmt mich unfroh.
Um also eine Lanze für die Eugenik zu brechen (der Führer wäre stolz) ...
Zum ersten gibt es doch einen Unterschied zwischen den Aussagen "Menschen mit Behinderung sollen akzeptiert werden" und"Behinderung soll akzeptiert werden". Wenn ich die Krankheit loswerden will, ist das nicht gegen den Kranken gerichtet. Oder würden wir denn, wenn einer daherkäme und zum Beispiel die Lahmen gehend und die Blinden sehend machte, denjenigen deswegen gleich kreuzigen ... ah, schlechtes Beispiel.
Aber der Sinn sollte klar sein. Ich liebe mein behindertes Kind nicht weniger, wenn ich mir wünschte, es hätte diese Behinderung nicht.
'Gut gut', sagt der unsichtbare Gegenpart, 'aber hier geht es ja nicht um Heilung, sondern um Selektion.'
'Prävention', antworte ich.
Was ist der Mensch? Beziehungsweise, was ist der Fötus? Wenn wir ihn als Menschen, als vollwertigen Menschen betrachten, dann stellt sich die Frage gar nicht. Unabhängig von der Schwere der Krankheit kann Exekution keine Heilung sein. (Was Euthanasie und das Entscheiden für nicht Entscheidungsfähige angeht ... das ist eine andere Frage.)
Sehen wir in diesem Zellkonglomerat aber keinen Menschen, sondern nur das Potential, ein solcher zu werden, dann ändert sich die Frage. Schließlich, gäbe es ein Recht auf Existenz für den Inexistenten, wäre jeder Schritt auf der Kausalkette gleichermaßen wichtig. ("Wenn Vati und Mutti sich an dem Silvesterabend nicht so verkracht hätten, ja, dann gäbe es mich. Ihr Mörder.")
Also nein, es gibt keinen Anspruch darauf, gezeugt zu werden. Und der potentielle Mensch kann so gestaltet werden, wie wir es für richtig halten. (Was wäre auch die Alternative? Blinder Zufall?) Was uns wieder zur Ausgangsaussage führt. Ich, der ich ein Kind (mehr oder weniger) geplant erschaffe, entscheide mich dagegen, es mit einer Einschränkung zu versehen. Durch recht grobe Methodik, zugegeben, aber das ist ein Fehler der Instrumente, nicht der Ethik dahinter. Mit besserer Technik kommt auch elegantere Prävention.
Also, nicht einmal Grauzone, scheint mir. Und das war mein fröhlicher Karnevalsbeitrag.
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