Facebook. 20.06.2015
https://www.facebook.com/simon.faber.9/posts/1020008181343798
Moral ist der Feind der Freiheit.
Was als richtig erkannt wurde, kann nicht mehr Gegenstand der Entscheidung sein. Eine wirklich freie Entscheidung kann es nur unter gleichwertigen Möglichkeiten geben. Daher ist die freie Entscheidung zum Richtigen gleichermaßen widersprüchlich wie verdächtig.
Wer wirklich glaubt, das Gute gegenüber dem Schlechten abgegrenzt zu haben, kann diese Erkenntnis nicht nur auf sich beziehen. Der andere muss Subjekt derselben moralischen Gegebenheiten sein wie ich, denn diese Gegebenheiten fordern ja eben universelle Anwendung - Moral bezieht sich immer auf die Gemeinschaft. Selbst, wer Verpflichtungen gegenüber dem Selbst postuliert (hallo, Kant) betrachtet in diesem Selbst den hypothetisch anderen.
Daher misstraue ich denen, die mir sagen, die "für sich" richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sie kann nur für alle richtig sein, denn was wäre sonst der andere?
Wären es wirklich Gottes Gebote, würden sie dann nicht für die gesamte Schöpfung gelten? Wäre Tiermord Menschenmord vergleichbar, spielte es dann eine Rolle, wer mordet? Und das nur die gängigen Relativismen ...
Hier unterscheidet sich Moral von Geschmack, Ästhetik, Vorliebe. Diese Dinge sind letztlich willkürlich und zufällig. Ob ich rot oder schwarz bevorzuge, ist nicht meine Entscheidung und keiner Entscheidung Konsequenz - es ist eben so. (Was natürlich auch wieder falsch ist, denn auch moralische Absoluta wären ja nicht meine Entscheidung). Sie sind daher letztlich gleichgültig und nur für mein Wohlbefinden von Bedeutung. Ob ich aber Fleischkonsum oder offene Haare für falsch oder richtig halte, ist eben qua Definition nicht nur meine Sache, sondern Sache aller.
Das "ich soll" impliziert immer "du sollst". Wer etwas als nur "für sich richtig" postuliert, taktiert, täuscht sich oder nimmt die eigenen Erkenntnisse nicht ernst. Alles andere wäre absurd.
https://www.facebook.com/simon.faber.9/posts/1020008181343798
Moral ist der Feind der Freiheit.
Was als richtig erkannt wurde, kann nicht mehr Gegenstand der Entscheidung sein. Eine wirklich freie Entscheidung kann es nur unter gleichwertigen Möglichkeiten geben. Daher ist die freie Entscheidung zum Richtigen gleichermaßen widersprüchlich wie verdächtig.
Wer wirklich glaubt, das Gute gegenüber dem Schlechten abgegrenzt zu haben, kann diese Erkenntnis nicht nur auf sich beziehen. Der andere muss Subjekt derselben moralischen Gegebenheiten sein wie ich, denn diese Gegebenheiten fordern ja eben universelle Anwendung - Moral bezieht sich immer auf die Gemeinschaft. Selbst, wer Verpflichtungen gegenüber dem Selbst postuliert (hallo, Kant) betrachtet in diesem Selbst den hypothetisch anderen.
Daher misstraue ich denen, die mir sagen, die "für sich" richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sie kann nur für alle richtig sein, denn was wäre sonst der andere?
Wären es wirklich Gottes Gebote, würden sie dann nicht für die gesamte Schöpfung gelten? Wäre Tiermord Menschenmord vergleichbar, spielte es dann eine Rolle, wer mordet? Und das nur die gängigen Relativismen ...
Hier unterscheidet sich Moral von Geschmack, Ästhetik, Vorliebe. Diese Dinge sind letztlich willkürlich und zufällig. Ob ich rot oder schwarz bevorzuge, ist nicht meine Entscheidung und keiner Entscheidung Konsequenz - es ist eben so. (Was natürlich auch wieder falsch ist, denn auch moralische Absoluta wären ja nicht meine Entscheidung). Sie sind daher letztlich gleichgültig und nur für mein Wohlbefinden von Bedeutung. Ob ich aber Fleischkonsum oder offene Haare für falsch oder richtig halte, ist eben qua Definition nicht nur meine Sache, sondern Sache aller.
Das "ich soll" impliziert immer "du sollst". Wer etwas als nur "für sich richtig" postuliert, taktiert, täuscht sich oder nimmt die eigenen Erkenntnisse nicht ernst. Alles andere wäre absurd.
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