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Projekt Futurum Perfekt 9d - 1: Psioniker: Regeln

Okay, ich verletzte - mal wieder - eine meiner selbstauferlegten Regeln. Eigentlich sollte diese Sektion zu den Eigenschaftsregeln oder vielleicht auch in einen ganz eigenen Bereich, aber es macht wirklich nicht viel Sinn. Die Psionikerklassen werden ein eigenes Subregelwerk nutzen, was nur für sie gilt, und bevor ich die Klassen vorstellen kann, müssen die Regeln klar sein.
Ich hoffe, dass mir hier nicht mal wieder die Phantasie durchgeht - es muss einfach bleiben. Aber nachdem ich venusische metaphysische Kräfte schon erwähnt habe, bin ich mir sicher, dass potentielle Spieler enttäuscht wären, würden sie nicht auch die Möglichkeit bekommen, sie einzusetzen. Also, ohne weitere Vorrede:
  

Psionik  

Psionik ist eine Sondereigenschaft bestimmter Klassen. Sie repräsentiert die Fähigkeit mancher Menschen (und Nichtmenschen) mittels bestimmter Substanzen, welche im Spiel unter dem Begriff "Venusdrogen" zusammengefasst werden, die sie umgebende Realität zu verändern.
Ohne die Hände zu benutzen. Oder irgendwelche andere Extremitäten.
Oder Werkzeug.

Psionik funktioniert nach folgenden Regeln:
Jeder psionisch begabte Charakter hat Zugriff auf eine oder mehrere Techniken, welche wie Kampfmanöver gesondert erlernt werden.
Um eine Technik einzusetzen, muss ein Charakter vorher eine Standarddosis Venusdroge eingenommen haben. Eine Standarddosis reicht aus, um den in der entsprechenden Technik beschriebenen Effekt einmal hervorzurufen.Will er den Effekt noch einmal erzielen oder einen andere Technik anwenden, muss er eine zweite Dosis einnehmen.
Unabhängig von der im Effekt beschriebenen Dauer hält die Wirkung einer Standarddosis bei einem Menschen immer nur für maximal eine Stunde. Ein Charakter kann sich aber innerhalb dieser Zeit frei entscheiden, wann er die Technik anwenden will.
Die Wirkung einer Technik tritt immer augenblicklich bei ihrer Anwendung ein. Im Kampf muss für das Anwenden einer Technik eine Sonderaktion aufgewandt werden.

Venusdrogen gibt es in drei verschiedenen, grundlegenden Formen:

Natürlich:
In ihrer natürlichen Form kann ein Charakter die Venusdroge auf verschiedene Weisen zu sich nehmen - schnupfen, rauchen, einatmen, essen oder sich auf andere Weise in den Körper befördern. Unabhängig von den sonstigen Notwendigkeiten der Einnahmeform gilt, dass es immer fünf Minuten Zeit dauert, bis die Wirkung der Droge einsetzt.
Außerdem gilt aufgrund der mangelnden Dosierfähigkeit folgende Sonderregel: Bei jeder Einnahme von natürlicher Venusdroge muss ein Charakter mit einem W6 würfeln. Bei einer 1 hat der Charakter sich eine Dosis überdosiert und es kommt die entsprechende Regel zum Einsatz.

Pillenform:
In Pillenform eingenommen, vergeht nicht viel Zeit bis zum Eintreten der Wirkung. Im Kampf dauert es bis zur nächsten Kampfrunde, außerhalb des Kampfes ist die Dauer vernachlässigbar. (Eine Aktion Zeit zur Einnahme muss aufgewandt werden.)
Fabriken zur Raffinierung der Droge gibt es nur auf der Erde, und so ist verarbeitete Venusdroge entsprechend teuer.

Injektionsform:
In einer Spritze verabreicht, tritt die Wirkung augenblicklich ein. Im Kampf braucht der Charakter nur eine Aktion zur Injektion, wenn er ein entsprechendes Gerät zur Hand hat. Außerdem kann nur mit einer Injektion die Dosierung unterhalb von Standarddosen genau bestimmt werden. Venusdroge in flüssiger Form ist die teuerste Variante.

Nach der Einnahme wählt der Charakter die Technik und beachtet folgende Regeln:

Anwendung:
Neben Venusdroge und mindestens einer Aktion Zeit ist für jede Anwendung eine Kephalogos-Probe erforderlich. Diese Probe kann durch Umstände modifiziert sein, welche sich auf die Konzentration des Charakters auswirken. (Techniken mit längerer Wirkungsdauer können eventuell eine weitere Probe erfordern, wenn die Konzentration des Charakters in der Zwischenzeit gestört wird.)
Schlägt die Probe fehl, so erzielt die Technik keine Wirkung und die Dosis Venusdroge ist vergeudet. Die Regeln für Überdosierung kommen dennoch zur Anwendung.

Widerstand:
Manche Techniken erlauben es dem Ziel der Wirkung Widerstand entgegenzusetzen. In diesem Fall legt das Ziel eine Probe auf den plausibelsten Fähigkeitswert ab. Übersteigt die Anzahl der Erfolge die Erfolge der Kephalogos-Probe des Anwenders, so ist die Technik ebenfalls gescheitert.

Überdosierung:
 Ein Charakter, der innerhalb einer Stunde mehr als dreimal von der Venusdroge Gebrauch macht, hat sich überdosiert.
Ebenfalls kann ein Charakter absichtlich eine höhere Dosis für eine entsprechend höhere Wirkung einnehmen. Bei doppelter Dosis verdoppeln sich dementsprechend alle Zahlenwerte der in der Technik beschriebenen Wirkung, analog in höheren Potenzen.
Ein überdosierter Charakter muss eine In Corpore Sane-Probe ablegen, welche um die Potenzen der erhöhten Dosis oder die Anzahl der zusätzlichen Einnahmen erschwert ist.
(Zweiteres kommt vor allem dann zur Anwendung, wenn ein Charakter innerhalb einer Stunde eine erste Überdosierung übersteht und dann noch einmal sein Glück versuchen will.)
Ist die Probe gelungen, so übersteht der Charakter die Beanspruchung. Allerdings sind innerhalb einer Stunde alle weiteren eventuellen Proben wegen Überdosierung um einen Würfel erschwert.
Schlägt die Probe fehl, so sinkt der Charakter in sich zusammen, bewundert die schönen Farben und brabbelt wirres Zeug. Er ist zu keiner kohärenten Handlung in der Lage. Der Zustand hält maximal für eine Stunde an, allerdings kann der Charakter alle zehn Minuten seine In Corpore Sane-Probe wiederholen, zu den gleichen Bedingungen.

Himmel, das ist doch mehr Kram, als ich gedacht habe. okay, um die Sache zu perfektionieren, werde ich im nächsten Post ein paar Techniken beschreiben. Im übernächsten Post dann endlich die Klassen. Na gut, ich mag Magier einfach zu sehr ...

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