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Spielerisches

Spiele. Alles in allem ein willkürliches, aber konsistentes Konstrukt aus Verhaltensregeln mit vorgegebenem Ziel und Ende.
Ein nützlicher Hinweis auf die Conditio Humana, so schien mir heute Vormittag. Der Gedanke lautet wie folgt:
Wir mögen es, die große Welt im kleinen abzubilden. Mikrokosmen, die weniger kompliziert, aber doch ähnlich dem Makrokosmos sind, der sie umgibt. Wir haben es gerne einfach, aber es ist nicht nur das.
Wir stehen unter der notwendigen, doch völlig irrealen Illusion, dass es möglich sein kann, komplexe Realität in eine überschaubare Form zu pressen.
Die Regeln der Wirklichkeit zu befolgen und an das von uns gewünschte Ziel zu gelangen.
Das ist einerseits absolut irreal. Realität ist nicht reduzierbar. Jede Vereinfachung ist notwendigerweise falsch, und irgendwann stößt jede Theorie an ihre Grenzen.
Andererseits ist es absolut notwendig. wir können eine Welt, die logischerweise komplexer ist als wir es sind, nur über Vereinfachungen erfahren. Hinreichende, aber doch letztendlich unvollkommene Abbilder sind der einzige Weg, überhaupt zu irgend etwas zu kommen. Urteile zu fällen, was den Kern des menschlichen Geistes ausmacht.
Also reduzieren wir.
Und spielen.

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