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Gedanken eines Mannes, der mit Chemikalien hantiert

Heute eine Stunde lang Spielzeug desinfiziert.
Mädchenspielsachen haben etwas Deprimierendes.
(Zur Klärung: Das Wort "Mädchenspielsachen" wird hier verwendet in dem Sinne von "Spielzeug, welches von der Design - und/oder Marketingabteilung des herstellenden Konzerns als für weibliche Kinder bestimmt definiert wurde".)
Nicht nur das grelle Pink, die schamlose Häuslichkeit oder die subtile Sexualisierung. Es funktioniert auch nicht.
Meint, es wurde nicht funktional gestaltet. Da hat eine bekannte langbeinige Plastikfrauengestalt eine Küche - und die Schubladen lassen sich nicht bewegen und der Kühlschrank ist mit dem Pappbild eines Inhalts versehen.
Dann ein Auto ... es drehen sich die Räder, das war es. Ein Häuschen, von einer anderen Franchise: aufklappbar, und mit gläsernem Fahrstuhl. Das war es auch schon an .... Möglichkeiten. Selbst die Rolläden sehen nur so aus, als könne man damit etwas anstellen.
Vielleicht überinterpretiere ich ja, doch mir scheint, das ist durchaus gewollt. Diese Dinge sollen nichts können, sie sollen nur etwas darstellen. Es geht darum, ein möglichst hübsches Bild abzugeben. Man (mädchen) soll nicht damit herumfuhrwerken, es soll darstellen, bewundern vielleicht. Daneben das für männliche Kinder gedachte Zeug. Strotzt vor sich drehenden, klickenden, schaltenden und variablen Kleinigkeiten.
Wie gesagt, ich will ja nicht überinterpretieren. Aber, doch, in gewisser Weise ...

Ah ja. Natürlich, eines habe ich vergessen. Die zur Auswahl stehende Garderobe ist natürlich größer.

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