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Platsch

Heute geschwommen.

Es ist wirklich die einzig erträgliche Sportart.

Mannschaften: Damit kann man mich jagen. Ständig schreit einer rum und fast immer geht es darum, wer Schuld hat. Es muss vor allen Dingen gegen jemanden gewonnen werden und meistens ist das Spiel nur einen Hauch von einer Schlägerei entfernt.
Nein danke. Wenn ich Krieg spielen will, fahre ich meinen PC hoch und verdampfe ein paar Städte.

Fitnessbezogene Grässlichkeiten sind nicht weniger grässlich. Es findet statt an einem schweißbedünsteten Ort, und man ist von den wertenden, bohrenden Blicken anderer Menschen umgeben. Wenn Vereinssportarten die Essenz der schlimmsten Auswüchse des Kleingruppendaseins sind, dann ist das Fitnessstudio die Inkarnation der schlechtesten Aspekte der modernen Individualgesellschaft. Keine Alternative ist akzeptabel.

Und was draussen machen? Ah, das große, schöne Draussen. Wenn es nicht matschig ist, ist es eiskalt, heulend windig, brütend heiß, mückendurchschwärmt oder auf irgendeine, perfide Weise alles zusammen. Und gegen das Ablaufen von Bewegungsroutinen krampft schon der eigene Körper - wehrt sich mit Schmerzanfällen, selbstverstopfenden Nasengängen und plötzlicher Bronchitis. Das allein schon sollte ein Warnhinweis sein.

Nein, Schwimmen ist die einzig erträgliche Alternative. Alles, was abstoßend und unangenehm und hässlich ist an Sport wird einfach weggespült. Kein Schweiß, kein Schleim. Der Bewegungsablauf zwingt einen zur richtigen Atmung, das Wasser trägt (und verbirgt) auch den fettesten Leib.

Am besten? In der blauen Tiefe hört und sieht man den anderen nicht mehr. Selbst wenn sie starren wollten - sie könnten es gar nicht. Jetzt müsste es nur noch einen Weg geben, direkt von der Kabine in das Becken zu kommen ...

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