Jede Art von Erzählung- zum Zwecke des Eskapismus oder anderem - ist notwendigerweise durch das Medium limitiert, das sie transportiert. Filme können sehr viele Details sehr kompakt darstellen, mit denen Bücher große Schwierigkeiten haben. Hörspiele sind immer durch die fehlenden Beschreibungen eingeschränkt und Comics haben nie genug Platz für längere Dialoge.
Ich zähle auch Computerspiele zu den erzählerischen Medien - obgleich sie an sich nur auch erzählerische Medien sind. Die besonderen Einschränkungen eines Spiels, dass die Darstellung an gewisse Spielprinzipien anpassen muss, erlaubt einen Blick auf ein faszinierendes Phänomen des Lückenfüllens.
Ob es nun darum gehen mag, eine tropische Stadt zu verwalten oder eine Schnee - und monstrenbedeckte Landschaft zu durchqueren, die Einschränkungen des Mediums - die offensichtliche Repetition von Ereignissen, das Fehlen von realistischerweise notwendigen Strukturen - stehen in direktem Kontrast zu der offensichtlichen Immersion in ein gutes Spiel. Also dem Aufgehen in einer anderen Welt und der Eigenwahrnehmung als einer im Spiel existenten Figur. Hier findet eine Anpassung statt. Ich habe festgestellt, dass ich sehr viel Zeit damit verbringe, die Lücken, die das Spiel in die Konsistenz der von ihm dargestellten Realität reisst, mit eigenen Erklärungen aufzufüllen und zu erweitern. Es ist ein Vorgang, der sich in jedem Medium wiederholt, hier nur besonders deutlich. Wo etwas fehlt, denke ich mir eine passende Erweiterung hinzu. Wo etwas nicht stimmig ist, suche ich nach einer passenden Erklärung. Wo etwas unangenehm künstlich auffällt, blende ich es aus, zugunsten einer organischeren Weltdarstellung.
Bietet ein Spiel besonders wenig Darstellung und Hintergrund, fabriziere ich besonders viel davon. Ich ertappe mich selbst dabei, wie ich für virtuelle Imperien, die aus kaum mehr als einer Landkarte bestehen, Einwohner erfinde, Verwaltung, Kultur, kleine Tragödien und Komödien.
Ich denke, hier ist ein Grundimpuls am Werk. In Filmen, Büchern, Serien ist es ähnlich. Wir bauen die uns präsentierte Welt aus, schmücken sie und machen sie realistischer - in einer gewissen Weise. (Für einen Beweis verweise ich auf eine beliebige Fanfiction-Seite.) Es ist, denke ich, ein Grundimpuls,, Muster zu finden und Erklärungen zu suchen. Es ist aber auch, so scheint mir, mit dem Träumen und auch mit unserer Motivation für Eskapismus verbunden. Wir wollen andere Orte bereisen, Orte nach unserem Zuschnitt. Wir denken in Geschichten und wollen Geschichten erleben. Wir machen sie uns selbst, wenn wir nur die richtige Anregung erhalten.
Zumindest geht es mir so.
Ich zähle auch Computerspiele zu den erzählerischen Medien - obgleich sie an sich nur auch erzählerische Medien sind. Die besonderen Einschränkungen eines Spiels, dass die Darstellung an gewisse Spielprinzipien anpassen muss, erlaubt einen Blick auf ein faszinierendes Phänomen des Lückenfüllens.
Ob es nun darum gehen mag, eine tropische Stadt zu verwalten oder eine Schnee - und monstrenbedeckte Landschaft zu durchqueren, die Einschränkungen des Mediums - die offensichtliche Repetition von Ereignissen, das Fehlen von realistischerweise notwendigen Strukturen - stehen in direktem Kontrast zu der offensichtlichen Immersion in ein gutes Spiel. Also dem Aufgehen in einer anderen Welt und der Eigenwahrnehmung als einer im Spiel existenten Figur. Hier findet eine Anpassung statt. Ich habe festgestellt, dass ich sehr viel Zeit damit verbringe, die Lücken, die das Spiel in die Konsistenz der von ihm dargestellten Realität reisst, mit eigenen Erklärungen aufzufüllen und zu erweitern. Es ist ein Vorgang, der sich in jedem Medium wiederholt, hier nur besonders deutlich. Wo etwas fehlt, denke ich mir eine passende Erweiterung hinzu. Wo etwas nicht stimmig ist, suche ich nach einer passenden Erklärung. Wo etwas unangenehm künstlich auffällt, blende ich es aus, zugunsten einer organischeren Weltdarstellung.
Bietet ein Spiel besonders wenig Darstellung und Hintergrund, fabriziere ich besonders viel davon. Ich ertappe mich selbst dabei, wie ich für virtuelle Imperien, die aus kaum mehr als einer Landkarte bestehen, Einwohner erfinde, Verwaltung, Kultur, kleine Tragödien und Komödien.
Ich denke, hier ist ein Grundimpuls am Werk. In Filmen, Büchern, Serien ist es ähnlich. Wir bauen die uns präsentierte Welt aus, schmücken sie und machen sie realistischer - in einer gewissen Weise. (Für einen Beweis verweise ich auf eine beliebige Fanfiction-Seite.) Es ist, denke ich, ein Grundimpuls,, Muster zu finden und Erklärungen zu suchen. Es ist aber auch, so scheint mir, mit dem Träumen und auch mit unserer Motivation für Eskapismus verbunden. Wir wollen andere Orte bereisen, Orte nach unserem Zuschnitt. Wir denken in Geschichten und wollen Geschichten erleben. Wir machen sie uns selbst, wenn wir nur die richtige Anregung erhalten.
Zumindest geht es mir so.
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