Direkt zum Hauptbereich

Der Mangel an Telepathie

Manchmal ist es schier zum Verzweifeln, wie sehr es mir nicht gelingt, das, was ich mir denke so auf Papier - auf den Bildschirm - zu bringen. Nicht nur die Form, auch der Klang und der Eindruck. Was es dann auch erklärt.

Das ist nicht nur eine Sache des Handwerks ... Tastenwerks? Eine Idee, ein geistiger Ablauf besteht nicht aus Worten. Der Versuch der geschriebenen Sprache, sich an den geistigen Eindruck anzunähern, ist ebenso alt wie vergeblich. Gedanken sind keine Sätze oder Wörter, nicht einmal der so falsch bezeichnete "Stream of conciousness". Es sind Mischungen aus Klängen, visuellen Eindrücken, Erinnerungen, abstrakten Konzepten, Gefühlen von Bewegung und Orientierung und noch ganz anderen, seltsameren geistigen Erfahrungen für die uns die Bezeichnungen fehlen. Auch das Gefühl, richtig zu liegen ist, wie ich einst schrieb, nur ein Gefühl. Ein Eindruck, der den Gedanken begleitet, Teil von ihm ist.

So etwas lässt sich nur schwer schriftlich abbilden. Was aber möglich sein kann, ist ein ähnliches Kombinat im Leser hervorzurufen. Auch, wenn man sich dessen nie sicher sein kann.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Projekt Futurum Perfekt 5: Lebenserhaltung

Dieses hier nur ein kleiner Post, in dem ich eine Sache unterbringe, die keinen rechten Platz zu haben scheint, Essentiell für das Spiel, aber schwierig zu kategorisieren.  Zustand Die allgemeine Eigenschaft Zustand ist die spieltechnische Repräsentation der momentanen physischen Verfassung des Charakters. Er ist eine Abstraktion für eine ganze Sammlung verschiedener körperlicher Eigenschaften wie etwa Kraftverlust, Ermüdung, kleinere Verletzungen und dergleichen mehr. Beziehungsweise deren Fehlen - je mehr Zustand, desto näher ist ein Charakter an seiner absoluten Leistungsspitze. Der Zustand beschreibt nicht ernsthafte Verletzungen - dafür ist die Verkrüppelung -Regel gedacht. Der maximale Zustand eines Charakters entspricht einem Wert von zwanzig Punkten plus seinem In Corpore Sane - Wert. Zustand kann ein Charakter auf zweierlei Arten verlieren. Im Kampf kann ein Charakter mittels Waffen seinen Gegnern Zustand direkt nehmen - und umgekehrt. Die Mechanismen werden i...

Projekt Futurum Perfekt 9d - 2: Psioniker: Techniken

Meine Titel werden auch immer komplizierter. Es sollte sich nach dieser Orgie dann langsam wieder beruhigen. Jetzt also Techniken. Ich habe nur kurz darüber nachgedacht - Psionikerklassen ohne Techniken sind einfach völlig nutzlos. Und in dieser Hinsicht halte ich es für äußerst unklug, es dem Spieler selbst zu überlassen. Wird auch so schon genug Schlupflöcher geben. Die Techniken sollen nicht nur interessant sein, sondern auch dem Ton des Settings entsprechen. Also keine Magie, sondern Jahrhundertwende-Mystik, beschränkt auf seltsame Effekte und absonderliche Kräfte. Am meisten Sorgen macht mir das Festsetzen der Wirkungen. Es müssen ganz exakte Zahlenwerte sein, damit das Überdosierungssystem einigermaßen hinhaut, aber es darf auch nicht zu viel werden. Und es muss natürlich alle Eventualitäten abdecken. Na, mal sehen, wie ich mich anstelle. Psionische Techniken    Psionische Techniken können von allen Charakterklassen erlernt werden, die die nötige Eigenschaft ...

Objektivitäten

Nur ein kleiner Appetithappen ... bin einfach zu faul. Die Frage, ob es so etwas wie eine objektive oder neutrale Betrachtung geben kann. Von? Eigentlich von allem, aber als Beispiel nehmen wir natürlich etwas möglichst Drastisches. Kann man objektiv auf Geschichte blicken? Ideologie? Weltanschauung? Oder moralisch fragwürdigere Dinge: Menschenhandel? Genozid? Deutsches Fernsehen? Diese Frage werde ich hier fast komplett ignorieren. Mir geht es um etwas anderes. Indem wir nach der Objektivität fragen, machen wir bereits eine Aussage. Wir geben nämlich damit an, dass wir eine wertungsfreie Haltung in Bezug auf solche Dinge für wünschenswert halten. Das aber ist schon wieder eine kleine Wertung, scheint mir. Es gibt gewisse Dinge, die wir unbesehen immer voraussetzen. Dazu gehört auch so etwas wie eine Minimalmoral, eine Anerkennung grundlegender, zu verabscheuender Dinge. Wenn wir versuchen, auch diese Dinge von einem neutralen Standpunkt aus zu betrachten, dann stellen wir uns a...