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Aphorismen, graezifizierte

Es wird ein neues Label eingeführt, genannt Aphorismoi (um meinen Leser zu foltern). Es soll darunter subsumiert werden kleine Eintragungen, in denen ich kleine Gedanken zusammenfasse.
Weil es kurz sein soll, wird es dicht. Weil es dicht sein soll, wird es notwendigerweise schwer verständlich - wie ich schrieb, haben Fremdwörter den Sinn, Bedeutung zu verdichten.

Also eine kleine Herausforderung. Ich presse meine Gedanken gerne in wenige, subjektiv genial erscheinende Sätze. Es fühlt sich ... richtig an. Aber die Bedeutungen, die ich bestimmten Worten zuweise, mag so nicht von jedermann - oder dem einen Mann - geteilt werden.
Kann also sein, dass es schier nicht zu entschlüsseln ist. Egal.
Aphorismoi die erste:

Das Dilemma des ethischen Progressivismus angesichts der konservativen Menschlichkeit.

Meine Schamlosigkeit angesichts eines althergebrachten Tabus besitzt trotz der zugrundeliegenden, an sich positiven Fortschrittlichkeit nichtsdestoweniger ein Negativum. Auch das Gefühl verletzter Prüderie ist genuiner Schmerz. Wenn wir die Ursache und die dahinterstehende Logik verdammen, können wir die Wirkung doch nicht leugnen. Daher ist jeder Bruch einer Grenze, wenn er nicht notwendig ist, abzulehnen.

(Aber Erziehung durch Schock kann als notwendig gelten.)

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