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Es werden Posts vom März, 2012 angezeigt.

Projekt Futurum Perfekt 4: Fähigkeiten

Aus der Rückschau heraus scheint mir, ich werde das Ganze wohl noch einmal überarbeiten und vor allem systematisieren müssen. Nun ja, es war ja von Anfang an als Experiment gedacht. Hier also jetzt die Kernbestandteile des Regelsystems. Fähigkeiten Sie unterteilen sich in allgemeine und spezielle Fähigkeiten. Jeder Spielercharakter besitzt alle fünf allgemeinen Fähigkeiten - in unterschiedlicher Höhe, natürlich. Sie decken alle möglichen Handlungsmöglichkeiten ab, die jeder Mensch (oder Venusier/Marsianer) haben kann. Spezielle Fähigkeiten kann ein Charakter durch eine bestimmte Charakterklasse erwerben. Sie betreffen Bereiche, die nicht jedem Menschen so ohne weiteres offenstehen, oder sie fassen bestimmte Unterteilungen neu zusammen. Steigerungen und Werte Jede Fähigkeit hat einen bestimmten Wert, der in der Fähigkeitenprobe zum Tragen kommt. Dieser Wert kann durch Begehrenswerte Punkte (BPs) gesteigert werden. Spieler erhalten BPs bei der Erstellung ihres Charakters sowie na...

Projekt Futurum Perfekt 3: Mechanismen

Okay, das hier betrifft den mechanischen, also spielbezogenen Aspekt - nun, die Grundlagen. Ich hatte überlegt, eine Einführung in das Rollenspiel zu machen ... a'la "dies ist ein Würfel ... das ist ein Blatt Papier ... das ist deine Phantasie", aber ich denke, jeder, den das hier interessiert, wird solche Dinge ohnehin wissen. Vorausgeschoben sei dieses: Was auch immer diese eher unkompliziert gestalteten Regeln nicht abdecken, sollte mit dem gesunden Menschenverstand entschieden. Wenn das nicht möglich ist, rate ich an, auf sinnlose Gewalt auszuweichen. Grundlegendes Jeder Spielercharakter im PFP besitzt eine Reihe an Zahlenwerten. Sie unterteilen sich in Fähigkeiten und Eigenschaften. Fähigkeiten sind alle Werte, mit denen der Spieler im Rahmen des Spieles irgend eine Wirkung erzielen kann und auf die gewürfelt wird, wenn eine Entscheidung ansteht. Eigenschaften sind alles andere. Diese unterteilen sich noch einmal in allgemeine und besondere Fähigkeiten oder...

Projekt Futurum Perfekt 2: Grundsätzliches

In diesem Post soll es um den Hintergrund der zu entwerfenden Welt gehen. Um als Rollenspielwelt zu taugen, hat sie gewissen Kriterien zu entsprechen: - Sie muss variabel genug sein, um verschiedene Arten von erlebbaren Geschichten zu ermöglichen. - Sie muss unzivilisiert genug sein, um einen steten Strom  möglicher Bedrohungen auf dem Level kleiner Personengruppen zu bieten. - Sie muss mysteriös genug  sein, um reichlich Stoff zur Entdeckung zu bieten, nicht nur für den Charakter der Spieler, sondern auch für diese selbst. - Handlungen einzelner Personen müssen in dieser Welt Wirkung haben, schon allein, um den Spielern die Zufriedenheit zu geben, etwas erreicht zu haben. Darüber hinaus habe ich natürlich auch eigene Vorlieben. Dieses hier war immer eher als Fingerübung gedacht, daher habe ich keinen großen Wert auf Konsistenz gelegt. Worauf ich Wert gelegt habe, war Spielbarkeit. Die Welt, und insbesondere das Spielsystem soll nicht in erster Linie möglichst realistisch...

Projekt Futurum Perfekt 1: Einleitung

Also ein Experiment. Die Idee spukt schon länger in meinem  Schädel. Ich wollte es eigentlich in einem ganzen Aufwasch aufschreiben - aber gerade wegen der schieren Größe habe ich es noch nicht einmal angefangen. Vielleicht klappt es ja als Fortsetzungsroman. Worum geht es: Das Übliche, nehme ich an. Für den erfahreneren Eskapisten. Der Aufbau einer Rollenspielwelt. Ein wenig spielerische Mechanik, ein wenig Weltenbau und vielleicht auch ein wenig Geschichtenerzählen. Nicht so ganz ernsthaft, natürlich. Es wäre wirklich zu eskapistisch, mit einem Anruf von Pegasus-Spiele zu rechnen. Der Sinn ist eher der:  Die Beschränkungen des Mediums zwingen eine bestimmte Struktur und auch eine bestimmte Wahl im Thema auf. An solchen starren Gittern können Rosenranken gut emporwachsen. Zum Format: Pseudoinhalt ganz normal. Kommentare und Gedanken darunter in Kursiv. Einleitende Gedanken fettgedruckt. Bis auf weiteres heisst das Ding Projekt Futurum Perfekt. weil lateinisch mir gefa...

Gedanken eines Mannes, der mit Chemikalien hantiert

Heute eine Stunde lang Spielzeug desinfiziert. Mädchenspielsachen haben etwas Deprimierendes. (Zur Klärung: Das Wort "Mädchenspielsachen" wird hier verwendet in dem Sinne von "Spielzeug, welches von der Design - und/oder Marketingabteilung des herstellenden Konzerns als für weibliche Kinder bestimmt definiert wurde".) Nicht nur das grelle Pink, die schamlose Häuslichkeit oder die subtile Sexualisierung. Es funktioniert auch nicht. Meint, es wurde nicht funktional gestaltet. Da hat eine bekannte langbeinige Plastikfrauengestalt eine Küche - und die Schubladen lassen sich nicht bewegen und der Kühlschrank ist mit dem Pappbild eines Inhalts versehen. Dann ein Auto ... es drehen sich die Räder, das war es. Ein Häuschen, von einer anderen Franchise: aufklappbar, und mit gläsernem Fahrstuhl. Das war es auch schon an .... Möglichkeiten. Selbst die Rolläden sehen nur so aus, als könne man damit etwas anstellen. Vielleicht überinterpretiere ich ja, doch mir scheint, da...

Befremdliches

Also Fremdwörter. Langsilbige. Verschachtelte. Datt vonnem Typn, der wo immer so geschwolln redn dut. Komplexe Konzepte, in käfighafte Konstruktionen kompressiert. Ästhetisch Ansprechende Aussagebestandteile. Eine hervorragende Möglichkeit, sich lächerlich zu machen. Aber trotzdem ... Auch wenn man hundert Mal danebengreift. Der eine Moment, in dem das komplizierte Ding , das Gemeinte, das Gesagte, das Nicht-ganz-Aussprechliche dann dasteht. Entschädigt. Nicht nur Fremdwörter, aber vor allem. Auch Sätze, verschachtelte. Oder Layout-Spielereien. Mit Punkten ...                    ... und Absätzen;                             (und so.) Also darum. Ich krümme mich hie und da, wenn ich etwas Älteres, Geschriebenes, Meiniges lese. Die Lücken, die Fehler, d...

Der demokratische Mythos

Da hat es, in einem der älteren DSA-Regelbücher, einen Passus, worin sich der Autor direkt an die Spieler wendet. Es geht um gutes Rollenspiel. Viele Spieler neigen dazu, gewisse Werte aus der Moderne in ihre fantastische Spielwelt mitzuführen. Ein Denken, dass aus einer demokratischen, modernen, egalitären, vielleicht sogar umweltbewussten Gesellschaft stammt, sieht sich konfrontiert mit einem Mittelalter. Durchaus geglättet, natürlich, geschlechtergerecht und weniger seuchenbelastet. Doch immer noch versehen mit Monarchen und Vögten, Henkern und Inquisitoren. Man solle nun, so heisst es da, in dem aventurischen Monarchen nicht einen Alleinherscher sehen. Vielmehr eher so etwas wie einen König hinter den Bergen, in einem magischen Königreich. Durchaus mit der Möglichkeit, eine moralisch zweifelhafte Figur zu sein, doch keineswegs allein schon durch sein Königtum vorbelastet. Es ist ein Gedanke, der, scheint mir, ebenso omnipräsent, in der Fantasy, wie falsch ist. Dass nämlich fantas...

Kleine Zahlen

"Feinabstimmung" ist einer der jüngeren Versuche eines Gottesbeweises. Der Kern des Konzeptes, einfach formuliert: Der derzeitige Zustand unseres Universums, mit Sonnen, Nebeln, Planeten, komplexeren Molekülen und dann auch Leben, ist abhängig von einigen bestimmten Konstanten der grundlegenden physikalischen Eigenschaften. Schwache und starke Kernkraft, Elektromagnetismus, Gravitation. Genauer gesagt, dieser Zustand ist davon abhängig, dass diese Konstanten auf recht beeindruckend viele Stellen hinter dem Komma einen bestimmten Wert aufweisen - was sie ja auch tun. Es dürfte davon keine starken Abweichungen geben. Der Kosmos wäre, in den meisten anderen denkbaren Variationen, einfach nur ein formloser Brei von Wasserstofftomen, bestenfalls. Das Argument lautet also: Eine derart spezifische Kombination von Werten, so genau feinabgestimmt auf das Leben lässt auf einen Abstimmer schließen. Im Grunde also das vordarwinistische Designermodell, eine Ebene höher. Und wie auch ...

Etwas Gedankenvolles.

Die Frage nach der menschlichen Natur fällt durchaus in den Bereich der wissenschaftlichen Methodik hinein. Sie ist jedoch vielleicht nicht im Kontext dieser Methodik zu beantworten. Die empirische Verfahrensweise. verlangt  bei jeder Fragestellung den Ausschluss alternativer Theorien durch Experimente. Diesen Experimenten dürfen theoretisch keine Begrenzungen haben, sollen sie tatsächlich fundierte Antworten geben. Am Menschen allerdings atürlich nicht denkbar. Also gibt es die Frage, innerhalb des Kontextes von "Was ist der Mensch", vor allem aber von "Was wäre, wenn ... ". Aber vielleicht keine ethisch akzeptable Möglichkeit, sie zu beantworten. Aber, was wäre wenn - so geht es ja immer weiter, innerhalb dieses Weltbildes, also: Aber was wäre, wenn es uns gelänge, eine Simulation zu bauen. Vielleicht nicht vollkommen, aber doch hinreichend genug, um nutzbare Antworten zu finden. Es wäre also möglich, Fragen zu stellen, wie etwa: "Hat der frühe Verlust ...