Und wieder nur ein Appetithappen ... verdammter Mist. Aber es gibt einfach zu viel Prokrastination zu erledigen. Der Stress der Faulen hört nie auf.
Ich würde ja gerne im Disput darauf bestehen, dass Computerspiele künstlerische Medien sind, aber niemand will es disputieren. Muss ich es eben hier tun.
Die üblichen Argumente sind schnell aufgezählt: Eine Darstellungsform hat vielleicht Einfluss auf die Qualität, definiert sie aber nicht, Kunst lässt sich nicht an der Form messen, in der sie ausgeführt wird, neu ist nicht automatisch vulgär, neue Ausdrucksart ermöglicht neuen Ausdruck ... und so weiter und so fort.
Dieses lasse ich nun beiseite und ziehe lieber Parallelen. Auch andere Medien haben natürlich qualitative Divergenz. Oder, anders ausgedrückt, 99% von allem, was kreativ produziert wird, ist immer Schrott. Man gehe durch eine beliebige Supermarktbuchabteilung.... und dann an den DVDs vorbei.
Also, was können Computerspiele sein? Ich werde mal nach Liste vergleichen ...
Meine Liste ist deshalb so genau und umfassend, weil sie ausschließlich nach meinen persönlichen Vorlieben erstellt wurde.
- Skyrim ist episch, wie Der Herr der Ringe, Krieg und Frieden, oder sogar Beethoven. Jap, ich vergleiche das zweite mit dem letzten. Episch ist nicht automatisch seicht, aber es ist auch nicht automatisch tiefgründig. Es ist in erster Linie überwältigend,. und genau darin liegt seine künstlerische Qualität. Skyrim überwältigt mit Eindruck, nicht mit Botschaft. Es ist ein Erlebnis zum Anschauen und Sich-Hinein-Stürzen.
- Deus Ex ist intellektuell und doppelbödig, wie Chesterton vielleicht, oder sogar Joyce ,,, im Rahmen seiner Möglichkeiten. Es spielt mit dem eigenen Genre und baut es aus. Kunst ist eben relativ, bezogen auf andere Kunst. Es ist nur schwer zu durchschauen, spielt leise Töne und muss gründlich erforscht werden, um es ganz zu verstehen.
- Red Alert 2 ist schrill, bunt und campy, wie Adam Wests Batman oder eine Flughafenromanze. Nur mit mehr Gewalt ... aber das Warum soll ein anderes mal disputiert werden. Wichtig ist der Ton. Guter Camp ist nicht einfach nur schrill für sich selbst, sondern natürlich schrill in Bezug auf das, was es parodiert und verfremdet. Die graue Ernsthaftigkeit eines Strategiespiels, gefiltert durch die bonbonbunte Kalter-Krieg-Ästhetik.
- Alpha Centauri ist Science Fiction von einer besten Art. Isaac Asimov vielleicht, oder Charles Stross. Ein wenig Star Trek. Spekulativ, akademisch und mit der Schönheit des Möglichen bedacht. Die Story tritt in den Hintergrund für eine Parade von interessanten Ideen. Etwas zum Anregen und ebenfalls phantasieren.
- Dungeon Keeper ist morbid, düster und schwarzhumorig. Franquin (von Spirou und Fantasio) manchmal, Punk, wenn gut gemacht, sicherlich. Oder Tim Burton, in seinen guten Zeiten. Diese Art von Humor ist so anarchisch, wie Humor eigentlich sein soll. Es ist befreiend und definitiv künstlerisch wertvoll. Wenn auch vielleicht nicht anständig.
Noch mehr? Vielleicht verlängere ich die Liste. Wichtig ist dies: Es sind Vergleiche ... und dass heißt eben auch, dass diese Werke in einer Weise gleich sind. Gleichwertig, eventuell.
Jetzt muss ich nur noch einen Widerstand finden, gegen den ich diese Rede schleudern kann ...
Ich würde ja gerne im Disput darauf bestehen, dass Computerspiele künstlerische Medien sind, aber niemand will es disputieren. Muss ich es eben hier tun.
Die üblichen Argumente sind schnell aufgezählt: Eine Darstellungsform hat vielleicht Einfluss auf die Qualität, definiert sie aber nicht, Kunst lässt sich nicht an der Form messen, in der sie ausgeführt wird, neu ist nicht automatisch vulgär, neue Ausdrucksart ermöglicht neuen Ausdruck ... und so weiter und so fort.
Dieses lasse ich nun beiseite und ziehe lieber Parallelen. Auch andere Medien haben natürlich qualitative Divergenz. Oder, anders ausgedrückt, 99% von allem, was kreativ produziert wird, ist immer Schrott. Man gehe durch eine beliebige Supermarktbuchabteilung.... und dann an den DVDs vorbei.
Also, was können Computerspiele sein? Ich werde mal nach Liste vergleichen ...
Meine Liste ist deshalb so genau und umfassend, weil sie ausschließlich nach meinen persönlichen Vorlieben erstellt wurde.
- Skyrim ist episch, wie Der Herr der Ringe, Krieg und Frieden, oder sogar Beethoven. Jap, ich vergleiche das zweite mit dem letzten. Episch ist nicht automatisch seicht, aber es ist auch nicht automatisch tiefgründig. Es ist in erster Linie überwältigend,. und genau darin liegt seine künstlerische Qualität. Skyrim überwältigt mit Eindruck, nicht mit Botschaft. Es ist ein Erlebnis zum Anschauen und Sich-Hinein-Stürzen.
- Deus Ex ist intellektuell und doppelbödig, wie Chesterton vielleicht, oder sogar Joyce ,,, im Rahmen seiner Möglichkeiten. Es spielt mit dem eigenen Genre und baut es aus. Kunst ist eben relativ, bezogen auf andere Kunst. Es ist nur schwer zu durchschauen, spielt leise Töne und muss gründlich erforscht werden, um es ganz zu verstehen.
- Red Alert 2 ist schrill, bunt und campy, wie Adam Wests Batman oder eine Flughafenromanze. Nur mit mehr Gewalt ... aber das Warum soll ein anderes mal disputiert werden. Wichtig ist der Ton. Guter Camp ist nicht einfach nur schrill für sich selbst, sondern natürlich schrill in Bezug auf das, was es parodiert und verfremdet. Die graue Ernsthaftigkeit eines Strategiespiels, gefiltert durch die bonbonbunte Kalter-Krieg-Ästhetik.
- Alpha Centauri ist Science Fiction von einer besten Art. Isaac Asimov vielleicht, oder Charles Stross. Ein wenig Star Trek. Spekulativ, akademisch und mit der Schönheit des Möglichen bedacht. Die Story tritt in den Hintergrund für eine Parade von interessanten Ideen. Etwas zum Anregen und ebenfalls phantasieren.
- Dungeon Keeper ist morbid, düster und schwarzhumorig. Franquin (von Spirou und Fantasio) manchmal, Punk, wenn gut gemacht, sicherlich. Oder Tim Burton, in seinen guten Zeiten. Diese Art von Humor ist so anarchisch, wie Humor eigentlich sein soll. Es ist befreiend und definitiv künstlerisch wertvoll. Wenn auch vielleicht nicht anständig.
Noch mehr? Vielleicht verlängere ich die Liste. Wichtig ist dies: Es sind Vergleiche ... und dass heißt eben auch, dass diese Werke in einer Weise gleich sind. Gleichwertig, eventuell.
Jetzt muss ich nur noch einen Widerstand finden, gegen den ich diese Rede schleudern kann ...
Kommentare
Kommentar veröffentlichen