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Gerabbel

So, ein neuer Appetithappen für ein dauerhaftes Zwischendurch. Nun ja. Eventuell wird es ja nach den Weihnachtsferien besser.
Und ohne Fieber.

In der Kategorie "Worte, die die Welt braucht", heute ein Begriff für ... nun, für das Gerabbel eben.
Das Lexem (sieben Semester Linguistik. Na?) "rabbel" diene als Grundstock für eine Reihe an Ableitungen, welche sich alle mit demselben Thema beschäftigen. Definition:

Die endlos zu wiederholenden, oftmals schmerzhaften, sicher aber unbequemen, äußerst frusterregenden und absurd scheinbar nutzlosen Handlungen, welche man an Kleingerümpel aller Art durchführen muss, um es dazu zu kriegen, dass zu tun, was man zum Teufel nochmal will.

Sehr häufig zum Beispiel gilt es, an einer besonders kleinen (und unter hautabschürfgeeigneten Kanten gelegenen) Schraube so richtig rumzurabbeln, bis sie sich löst. Aber auch das häufige Durchrabbeln desselben Zimmers lässt einen erst den sattsam bekannten "kleinen Gegenstand, der eben noch da war" finden.
Um einen Fleck von einer besonders unerreichbaren Stelle zu entfernen, muss man ihn natürlich wegrabbeln, und selbstverständlich scheint er bis fast zum Schluss völlig unbeeindruckt.
Und damit endlich, endlich diese eine verdammte Zeile richtig klingt, muss man sie - und sich selbst - immer wieder in der Gegend herumrabbeln.
Daneben ist jedes weitere Prä - oder Suffix denkbar. Raufrabbeln, Herabrabbeln, Reinrabbeln, Rausrabbeln, Hin - und herrabbeln ... ad infinitum, ad nauseam.

Es ist eine elende Rabbelei.

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