Heute die Stadtbücherei besucht.
Zwei zurückzugebende Exemplare wurden ob ihres Zustandes nicht angenommen. (Diese Einschätzung ist ziemlich variabel - abhängig von Alter, Zustand anderer Bücher, Laune es Bibliothekars ... )
Nun, ich habe sie bezahlt, und das war es. Aber es fuchst mich immer noch, und jetzt weiß ich auch, was. Die Empörung, geboren aus verletzter Moral meines Gegenübers. Der automatisch hingeworfene Satz, was man nicht zu machen habe (in diesem Fall: geliehenes Eigentum beschädigen). Nun bin ich unzweifelhaft schuldig, warum also fuchsen?
Nun, die Sache ist die - es ist dem Besitzer kein Schaden zugefügt worden, über ein wenig Mehrarbeit hinaus. Die Bibliothek erhält zwei neue Exemplare, und ich habe zwei Bücher gekauft, die ich ansonsten nicht einmal in die engere Wahl gezogen hätte. Richtiger Schaden ist eigentlich nur mir entstanden - aus eigener Ursache heraus. Die Empörung des Bibliothekars lässt tief blicken. Es ist nicht die Verletzung eines echten Wertes sondern der Verstoß gegen eine unhinterfragte Idee.
"Du sollst das Eigentum des anderen nicht zerstören" - aber warum denn eigentlich? Nicht, weil, oder weil Eigentum aus sich selbst heraus irgendeinen Wert besäße. Sondern wegen des Schmerzes, den eine solche Handlung dem anderen zufügt. Höhe variabel. Und in diesem Fall ...
Es ist eine geistlose, maschinenhafte Moral, die hier spricht. Die Regel wurde gelernt - nun muss sie gehalten werden. Und der andere hat sie nicht aus Verständnis oder Einfühlung zu befolgen, sondern um ihrer selbst willen. Und damit implizit um des Gehorsams willen. Die Empörung entspringt auch ebenso mangelnder Reue - ein schlimmes Vergehen in dieser Welt, das mangelnde Unterwerfung bedeutet. Diese Moral fragt nicht nach Ursache, Absicht oder Wirkung - sie verlangt nur Gehorsam. Sie weist den eigentlich ethischen Aspekt neu zu, indem sie den Respekt vor der Regel höher stellt als ihren Sinn.
Und darum weigere ich mich, Schuld zu empfinden. Ich habe die beiden Bücher kaputtgemacht. Na und?
Zwei zurückzugebende Exemplare wurden ob ihres Zustandes nicht angenommen. (Diese Einschätzung ist ziemlich variabel - abhängig von Alter, Zustand anderer Bücher, Laune es Bibliothekars ... )
Nun, ich habe sie bezahlt, und das war es. Aber es fuchst mich immer noch, und jetzt weiß ich auch, was. Die Empörung, geboren aus verletzter Moral meines Gegenübers. Der automatisch hingeworfene Satz, was man nicht zu machen habe (in diesem Fall: geliehenes Eigentum beschädigen). Nun bin ich unzweifelhaft schuldig, warum also fuchsen?
Nun, die Sache ist die - es ist dem Besitzer kein Schaden zugefügt worden, über ein wenig Mehrarbeit hinaus. Die Bibliothek erhält zwei neue Exemplare, und ich habe zwei Bücher gekauft, die ich ansonsten nicht einmal in die engere Wahl gezogen hätte. Richtiger Schaden ist eigentlich nur mir entstanden - aus eigener Ursache heraus. Die Empörung des Bibliothekars lässt tief blicken. Es ist nicht die Verletzung eines echten Wertes sondern der Verstoß gegen eine unhinterfragte Idee.
"Du sollst das Eigentum des anderen nicht zerstören" - aber warum denn eigentlich? Nicht, weil, oder weil Eigentum aus sich selbst heraus irgendeinen Wert besäße. Sondern wegen des Schmerzes, den eine solche Handlung dem anderen zufügt. Höhe variabel. Und in diesem Fall ...
Es ist eine geistlose, maschinenhafte Moral, die hier spricht. Die Regel wurde gelernt - nun muss sie gehalten werden. Und der andere hat sie nicht aus Verständnis oder Einfühlung zu befolgen, sondern um ihrer selbst willen. Und damit implizit um des Gehorsams willen. Die Empörung entspringt auch ebenso mangelnder Reue - ein schlimmes Vergehen in dieser Welt, das mangelnde Unterwerfung bedeutet. Diese Moral fragt nicht nach Ursache, Absicht oder Wirkung - sie verlangt nur Gehorsam. Sie weist den eigentlich ethischen Aspekt neu zu, indem sie den Respekt vor der Regel höher stellt als ihren Sinn.
Und darum weigere ich mich, Schuld zu empfinden. Ich habe die beiden Bücher kaputtgemacht. Na und?
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