Sinn ist ein menschlicher Begriff.
Man sieht es, vergleicht man zielgerichtetes Handeln mit Instinkt. Letzteres ist einfach, im Prinzip zumindest. Wenn - dann.
Nehmen wir die Fliege: Wenn Hunger, dann Suchen. Wenn Gefunden, dann Anfliegen & Auskotzen. Wenn Aufgelöst, dann Aufsaugen.
Es gibt keinen Raum für Abweichen, für Neubewertung. Es gibt kein Ziel - weil kein Ziel nötig ist. Die Fliege muss nicht wissen, was Hunger ist, was Nahrung, um Erfolg zu haben. Nicht einmal ein Selbst ist notwendig.
Der Sinn ist flexibler. Warum Suchen? Um zu Essen. Warum Essen? Weil Hunger. (Hunger ist, natürlich, aus sich selbst heraus verständlich.) Und hier die Möglichkeit zur Abweichung, zur Verbesserung. Wenn ich weiß, was der Sinn, das Ziel ist, dann kann ich es anders, schneller, besser, oder doch zumindest mit Salatbeilage erreichen.
Aber hier liegt auch gleichzeitig der Irrtum begründet. Wir legen den Sinn nach außen - die Nahrung ist dafür da, den Hunger zu stillen, der Speer (Bogen/Falle/Herd/DriveIn) dafür da, die Nahrung zu beschaffen - und vergessen dabei, dass er nicht im Ob- sondern im Subjekt liegt, im Handelnden, nicht im Behandelten.
Sinn ist ein Begriff unserer Handlungsweise, keine Eigenschaft. Sinn ist ein geistiges Werkzeug, eine Möglichkeit, unsere Handlungen zu analysieren und zu modifizieren. Suchen wir außerhalb unserer selbst danach, müssen wir enttäuscht werden (oder wir lassen uns täuschen).
Ein Baum hat keinen Sinn. Es mag Sinn haben, ihn zu fällen (weil uns kalt ist, weil wir gerne im Blockhausstil wohnen) oder ihn stehen zu lassen (weil uns heiß ist, weil wir gerne in einem intakten Ökosystem wohnen), aber er hat keinen Sinn, an und für sich selbst.
(Und - nebenbei - auf welche Weise sinn-freie, sinn-lose Systeme so etwas wie einen Baum hervorbringen, ist schön zu erkennen, wenn man einen sieht: Wiederholte Folgen aus Gabelungen, immer feiner. Nichts weiter vonnöten als ein simpler Grundalgorithmus für eine komplexe Form.)
Sinn ist ein menschlicher Begriff.
Menschen haben ihn erfunden.
Man sieht es, vergleicht man zielgerichtetes Handeln mit Instinkt. Letzteres ist einfach, im Prinzip zumindest. Wenn - dann.
Nehmen wir die Fliege: Wenn Hunger, dann Suchen. Wenn Gefunden, dann Anfliegen & Auskotzen. Wenn Aufgelöst, dann Aufsaugen.
Es gibt keinen Raum für Abweichen, für Neubewertung. Es gibt kein Ziel - weil kein Ziel nötig ist. Die Fliege muss nicht wissen, was Hunger ist, was Nahrung, um Erfolg zu haben. Nicht einmal ein Selbst ist notwendig.
Der Sinn ist flexibler. Warum Suchen? Um zu Essen. Warum Essen? Weil Hunger. (Hunger ist, natürlich, aus sich selbst heraus verständlich.) Und hier die Möglichkeit zur Abweichung, zur Verbesserung. Wenn ich weiß, was der Sinn, das Ziel ist, dann kann ich es anders, schneller, besser, oder doch zumindest mit Salatbeilage erreichen.
Aber hier liegt auch gleichzeitig der Irrtum begründet. Wir legen den Sinn nach außen - die Nahrung ist dafür da, den Hunger zu stillen, der Speer (Bogen/Falle/Herd/DriveIn) dafür da, die Nahrung zu beschaffen - und vergessen dabei, dass er nicht im Ob- sondern im Subjekt liegt, im Handelnden, nicht im Behandelten.
Sinn ist ein Begriff unserer Handlungsweise, keine Eigenschaft. Sinn ist ein geistiges Werkzeug, eine Möglichkeit, unsere Handlungen zu analysieren und zu modifizieren. Suchen wir außerhalb unserer selbst danach, müssen wir enttäuscht werden (oder wir lassen uns täuschen).
Ein Baum hat keinen Sinn. Es mag Sinn haben, ihn zu fällen (weil uns kalt ist, weil wir gerne im Blockhausstil wohnen) oder ihn stehen zu lassen (weil uns heiß ist, weil wir gerne in einem intakten Ökosystem wohnen), aber er hat keinen Sinn, an und für sich selbst.
(Und - nebenbei - auf welche Weise sinn-freie, sinn-lose Systeme so etwas wie einen Baum hervorbringen, ist schön zu erkennen, wenn man einen sieht: Wiederholte Folgen aus Gabelungen, immer feiner. Nichts weiter vonnöten als ein simpler Grundalgorithmus für eine komplexe Form.)
Sinn ist ein menschlicher Begriff.
Menschen haben ihn erfunden.
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