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Posts

Es werden Posts vom November, 2012 angezeigt.

Ein Post aus freiem Willen

(Ja, ja, ich weiß. "Er hat sich viel zu viel Zeit gelassen.") Zum Thema Willensfreiheit, weil ... ich es will: Der Disput dreht sich dieser Tage meistens um Neurologie, Hirnforschung und theologisch-philosophische versus biologische Erwägunge. .Aber ich, Trendsetter der ich bin,  habe schon nicht an die Freiheit des Willens geglaubt, bevor es cool wurde. Ich denke, dass das Konzept der Willensfreiheit nicht nur empirisch, sondern auch bereits logisch widerlegbar ist. Oder doch zumindest angreifbar. Dass es eben auch außerhalb von Kernspintomographen in der Diskussion valide Argumente dagegen gibt. Aber das nur als Rahmen. Hier in diesem Post soll es mal nicht um den letzten, definiten Beweis für oder gegen eine Idee gehen. (Enttäuschend, ich weiß.) Zwei kleine Anmerkungen. Indizien, eben. Egal, auf welcher Seite man steht, das hier ist, denke ich, eine Konstante: Zum einen, selbst, wenn man (wie ich) das Konzept eines freien Willens für falsch und illusionär häl...

Gewüte

Ich bin gestern über ein Wort gestolpert ... metaphorisch. Ich hatte es schon eine ganze Weile nicht mehr gehört. "Sportskanone". Wirklich, gibt es einen besseren Ausdruck, der all die widerlichsten Aspekte deutscher Wettbewerbskultur vereint? So sehr militaristisch, so hemdsärmlig-kumpelig, so völlig ohne jedes Feingefühl, so stolz altbacken und stumpf. In seinem Klang schwingen endlose Vereinsheime, matschige Fussballrasen, wildes Gezänk um Schuld und Sühne, Machthierarchien und diese dumpfe Sauferei, die in manchen Gebieten als soziale Kohäsion durchgeht. Gut, ich übertreibe vielleicht ... aber manche Abziehbilder laufen da draussen noch immer frei herum.

Schuldbekenntnisse

Heute die Stadtbücherei besucht. Zwei zurückzugebende Exemplare wurden ob ihres Zustandes nicht angenommen. (Diese Einschätzung ist ziemlich variabel - abhängig von Alter, Zustand anderer Bücher, Laune es Bibliothekars ... ) Nun, ich habe sie bezahlt, und das war es. Aber es fuchst mich immer noch, und jetzt weiß ich auch, was. Die Empörung, geboren aus verletzter Moral meines Gegenübers. Der automatisch hingeworfene Satz, was man nicht zu machen habe (in diesem Fall: geliehenes Eigentum beschädigen). Nun bin ich unzweifelhaft schuldig, warum also fuchsen? Nun, die Sache ist die - es ist dem Besitzer kein Schaden zugefügt worden, über ein wenig Mehrarbeit hinaus. Die Bibliothek erhält zwei neue Exemplare, und ich habe zwei Bücher gekauft, die ich ansonsten nicht einmal in die engere Wahl gezogen hätte. Richtiger Schaden ist eigentlich nur mir entstanden - aus eigener Ursache heraus. Die Empörung des Bibliothekars lässt tief blicken. Es ist nicht die Verletzung eines echten Wertes...